Hier ein Ausschnitt aus einem Brief des SED-Parteisekretärs von Blankenfelde Dr. Kurt Willimczik und Propagandist für das SED Organ „Neues Deutschland“ von 1943 an seine Mutter zu ihrem Geburtstag, als er in Griechenland war. Er beschreibt, wie er Zwangsarbeiter ideologisch bearbeitete und beim Erhängen von Unwilligen beteiligt war.

An anderer Stelle gesteht er, dass er sich „wohl fühlt“ (er hatte ein gestörtes Sexualleben), wenn es den „Schlechten“ schlecht geht.

 

31.10. 1943

Liebe Mutter,.......

Heute habe ich vor Arbeitern, die ins Reich fahren, aufklärende Filme vorgeführt. Obwohl in einer kommunistischen Gegend, ist alles glatt gegangen.

Vor ein paar Tagen hatten wir 2 Schwarzhändler, die Öl zu teuer verkauft hatten,  aufgehängt. Da war ich (wieder) mit meinen Lautsprecherwagen (unten) in den Straßen. Die Kommune hat uns sogar Beifall geklatscht und wollte am nächsten Tag wieder 2 aufgehängt haben. In dem Stil wird es wohl so weiter gehen. – Nochmals herzliche Glückwünsche und viele Grüße!

Heil Hitler!